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Hygiene in der Küche: 10 goldene Regeln

Hygienisch reine Küche - die Basis für Ihre Gesundheit

Kochen macht Spaß und Essen sowieso! Damit Ihnen die zubereiteten Mahlzeiten aber auch gut bekommen, sollten Sie einige Regeln beachten. Zur Hygiene in der Küche gehört zum Beispiel, dass Sie Ihre Kochutensilien und die Hände möglichst sauber halten, Fleisch ausreichend erhitzen und tiefgefrorene Lebensmittel richtig auftauen. Dann haben Bakterien und Keime keine Chance. Lesen Sie hier, was für die Küchenhygiene sonst noch wichtig ist!


Hygiene in der Küche: Hände waschen ist ein Muss

Regel Nr. 1: Die Hygiene in der Küche beginnt mit dem Händewaschen

Wer in der Küche sauber arbeiten will, fängt am besten bei sich selbst an! Das bedeutet: Waschen Sie Ihre Hände vor jedem Arbeitsgang und wenn Sie mit dem Kochen fertig sind. Verwenden Sie dazu auf jeden Fall Seife, denn heißes Wasser allein genügt nicht, um Bakterien abzutöten. Übrigens: Auch der Bereich unter den Fingernägeln muss gesäubert werden.  Wenn Sie rohes Fleisch, Geflügel oder Fisch berührt haben, sollten Sie die Hände ebenfalls sorgfältig reinigen – und natürlich nach jedem Toilettengang.


Regel Nr. 2: Vermeiden Sie Kreuzkombinationen

Wenn Keime von einem Lebensmittel auf ein anderes übertragen werden, spricht man von einer Kreuzkombination. In diesem Zusammenhang können Bakterien besonders gefährlich werden. Deshalb: Lagern Sie Rohes und Gegartes jeweils getrennt – auch im Kühlschrank. Besonders Fleisch und Gemüse sollten immer separat aufbewahrt werden. Für die Zubereitung verwenden Sie am besten unterschiedliche Messer und Schneidebretter, z.B. in verschiedenen Farben. Wenn Sie diese Regel beachten, haben Sie für die Hygiene in der Küche schon viel getan!


Sauberkeit und Ordnung in der Küche: auch für die Hygiene ein wichtiger Faktor

Regel Nr. 3: Sauberkeit und Ordnung gilt für alle Küchenutensilien

Reinigen Sie Ihre Kücheninstrumente am besten gleich nach dem Gebrauch mit heißem Wasser und Spülmittel, insbesondere Messer und Schneidebretter aus Holz oder Kunststoff. Denn Keime und Bakterien nisten sich dort in Spalten und Rissen oft sehr zahlreich ein. Die Alternative zur Reinigung per Hand: gleich ab damit in die Spülmaschine!

Noch ein Tipp für die optimale Hygiene in der Küche: Lappen und Schwämme bitte häufig austauschen oder bei 95 Grad waschen! Das gleiche gilt für Küchenhandtücher, denn in diesen meist feuchten Stoffen ist die Bakterienkonzentration besonders hoch. Denken Sie auch daran, Ihre Küchenschürze regelmäßig in die Waschmaschine zu stecken. Und: Kühlschrank reinigen gehört natürlich ebenfalls zur Küchenhygiene. Am besten alle vier Wochen mit einem Tuch und etwas Essigwasser auswaschen. Auch Ihre Spüle sollten Sie regelmäßig gründlich reinigen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie das passende Reinigungsmittel für das Material Ihrer Spüle verwenden.


Hygiene in der Küche: Fleisch, Fisch und Geflügel immer ausreichend erhitzen

Regel Nr. 4: Fleisch, Fisch und Geflügel immer ausreichend erhitzen

Wussten Sie, dass die meisten Keime und Mikroorganismen erst zwischen 70 und 100 Grad abgetötet werden? Deshalb sollten Sie besonders bei Fleisch- und Fischgerichten darauf achten, dass diese – in der bereits sehr heißen Pfanne – mindestens zwei Minuten pro Seite angebraten werden. Geflügel muss sogar komplett durchgegart werden! Und für Hackfleisch gilt: Verbrauchen Sie es möglichst noch am Kauftag und braten Sie es besonders gründlich an.


Regel Nr. 5: Hygiene in der Küche heißt auch: Kühlkette beachten

Wer tiefgefrorene Lebensmittel kauft, sollte unbedingt auf eine durchgehende Kühlkette achten. Denn kalte Temperaturen helfen dabei, die Ausbreitung von Keimen einzudämmen. Verwenden Sie deshalb – besonders in der warmen Jahreszeit – eine Kühltasche für den Weg vom Supermarkt nach Hause.

Und falls Sie mal von einem Stromausfall betroffen sind, beachten Sie folgende Faustregel: Die meisten Gefrierschränke können bis zu 5 Stunden ohne Strom bleiben. Es gibt jedoch Nahrungsmittel, die schneller auftauen. Prüfen Sie am besten die Oberfläche des Gefrierguts. Wenn diese noch hart ist, besteht kein Grund zur Sorge. Bereits Aufgetautes sollte auf keinen Fall wieder eingefroren werden. Dies gilt vor allem für rohes Fleisch, Fisch, Geflügel, Hackfleisch, Eiscreme oder Speisen, die rohe Eier enthalten.


Ausreichend Platz im Kühlschrank ist wichtig für die Hygiene in der Küche

Regel Nr. 6: Überfüllen Sie Ihren Kühlschrank nicht

Die maximale Kapazität Ihres Kühlschranks sollte nicht überschritten werden. Beachten Sie dazu am besten die Gebrauchsanweisung Ihres Geräts. Denn wenn der Kühlschrank zu voll ist, werden die Lebensmittel nicht mehr ausreichend gekühlt. Stellen Sie auch keine heißen oder warmen Speisen in den Kühlschrank, wie z. B. Pudding. Lassen Sie diese lieber noch eine Zeit lang außerhalb abkühlen. Denn die Wärme des Puddings verringert die Kühlung der anderen Speisen. Und das kann z.B. bei Milch, Wurst oder Fleisch zum Verderben der Waren führen.


Regel Nr. 7: Wichtig für die Küchenhygiene: richtig auftauen

Beim Auftauen von Fleisch oder Fisch entsteht Tropfsaft, der mit Bakterien belastet sein kann. Deshalb: Tauen Sie das Gefriergut in einem Sieb oder über einem Gitter direkt über der Spüle auf. So kann der Tropfsaft sofort abfließen. Ansonsten am besten mit einem Küchenpapier aufwischen und dieses anschließend entsorgen. Hände und Arbeitskleidung unbedingt waschen, falls Sie mit der Flüssigkeit in Berührung gekommen sind. Außerdem wichtig: Lassen Sie Fleisch komplett auftauen. Denn wenn es innen noch gefroren ist, wird beim Braten die notwendige Temperatur von 70 Grad möglicherweise nicht erreicht.


Bei Krankheit während des Kochens mehrmals die Hände waschen

Regel Nr. 8: Kochen Sie nicht wenn Sie krank sind

Wenn Sie krank sind, lassen Sie sich doch mal von anderen verwöhnen und kochen Sie nicht selbst. So schonen Sie sich und andere in Ihrem Haushalt. Das ist vor allem bei Magen-Darm-Infekten absolut empfehlenswert. Auch beim Husten oder Niesen gilt: Falls Sie trotzdem am Herd stehen, wenden Sie sich vom Herd und der Arbeitsfläche ab und waschen Sie sich gleich darauf die Hände. Kleine Verletzungen an den Händen möglichst schon vor dem Kochen mit einem wasserdichten Pflaster verarzten. So sorgen Sie für die optimale Hygiene in der Küche – z. B. beim Verarbeiten von Gemüse, Fleisch & Co.


Regel Nr. 9: Prüfen Sie die Haltbarkeit von Lebensmitteln

Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln auf das Haltbarkeitsdatum – z.B. bei Milch, abgepacktem Fleisch oder Fisch- und verwenden Sie keine beschädigten Gläser oder Dosen. Damit Sie bei Ihren Vorräten nicht den Überblick verlieren, beschriften Sie die Speisen im Kühlschrank und Gefrierfach mit einem Datum. Vor allem die angebrochenen Lebensmittel. Und damit Sie nichts wegwerfen müssen, verfahren Sie einfach nach dem Prinzip: „First in, first out“: Was zuerst reinkommt, kommt zuerst wieder raus – und wird zuerst gegessen!


Regel Nr. 10: So bekämpfen Sie Lebensmittelmotten richtig

Wenn eine einzelne Motte durch Ihre Küche schwirrt, ist die Hygiene in der Küche noch nicht gefährdet. Am besten sofort entfernen oder aufsaugen! Untersuchen Sie jedoch regelmäßig Ihre Schränke, machen Sie „Mottennester“ ausfindig und entfernen Sie diese. Entsorgen Sie die betroffenen Lebensmittel und reinigen Sie die Schränke gründlich – vorzugsweise mit Essigwasser. Auch Regale und Ecken unbedingt abwaschen oder absaugen. Schlecht erreichbare Stellen können Sie zum Abtöten von Motteneiern oder Maden drei Minuten mit dem Fön bestrahlen.

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema „Küchenhygiene“ erhalten Sie im folgenden Video:

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Fazit

Wenn Sie diese goldenen Regeln beachten, kann in puncto Hygiene in der Küche nichts mehr schiefgehen. Und für „Küchen-Neulinge“ gilt: Nur Mut und ran an die Töpfe! Denn diese einfachen Regeln beherrschen Sie in kürzester Zeit wie aus dem Effeff. Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!


 

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